Sitzung vom 11. Juli 2006

Niederschrift
über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde
Waldleiningen
vom 11. Juli 2006, 20.00 Uhr
Die gesetzliche Mitgliederzahl beträgt: 9
Satzungsgemäße Zahl der Ortsbeigeordneten: 1
Stimmberechtigte Ortsbeigeordnete: 1
Anwesend sind:
Ortsbürgermeister Franz Pfeifer,
1. Ortsbeigeordeneter Helmut Pfeifer,
die Ratsmitglieder Gerhard Walzer,
Siegfried Arnold, Gabriele Benz, Hubertus Gramowski, Heiko Moser, Franz Johannes Böhm
Von der Verbandsgemeindeverwaltung:
Bürgermeister Walter Rung und VG- Obersekretär Jürgen Gooß - als Schriftführer -
Entschuldigt fehlen:
das Ratsmitglied Günter Gennrich
Unentschuldigt fehlen:
./.
Der Vorsitzende stellte die ordnungsgemäße Einberufung fest.
Beschlußfassungen - wo nicht anders gesagt - einstimmig
Beratungsgegenstände:
TOP 1 Einwohnerfragestunde gem. § 16 a GemO
TOP 2 Prüfung der Jahresrechnung 2005
hier: Entlastungsbeschluss gem. § 114 GemO
TOP 3 Regulierung eines Wintereinsatzschadens
TOP 4 Information der Umgestaltung Dorfmitte Waldleiningen
TOP 5 Beratung und Beschlussfassung des 1. Nachtrags- haushaltes
2006
TOP 6 Informationen
Ortsbürgermeister Pfeifer eröffnete um 20.00 Uhr die Sitzung und begrüßte die anwesenden
Ratsmitglieder, die erschienenen Zuhörer, Bürgermeister Walter Rung sowie
den Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Jürgen Gooß als Schriftführer.
Er stellte fest, dass die Einladung zur Sitzung rechtzeitig erfolgt und der Gemeinderat
beschlussfähig ist. Einwände zur Tagesordnung lagen keine vor.
TOP 1
Einwohnerfragestunde gem. § 16 a GemO
Vor Sitzungsbeginn lagen dem Vorsitzenden keine Anfragen der Bürger vor. Auch von
den anwesenden Zuhörern erfolgten keine Anfragen.
TOP 2
Prüfung der Jahresrechnung 2005
hier: Entlastungsbeschluss gem. § 114 GemO
Auf Hinweis von Herrn Rung übernahm Herr Gramowski als ältestes Ratsmitglied
den Vorsitz. Der Ortsbürgermeister sowie der 1. Ortsbeigeordnete haben an der
Abstimmung nicht teilgenommen.
Herr Gramowski übergab das Wort dem Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses,
Herrn Gerhard Walzer.
Die Rechnungslegung des Haushaltsjahres 2005 wurde vom Rechnungsprüfungsausschuss
am 20.06.2006 ab 16.30 Uhr in den Räumen der Verbandsgemeindeverwaltung
geprüft.
Nach kurzer Einweisung durch die Verbandsgemeindekasse konnte mit der Prüfung
begonnen werden.
Alle Sach- und Kontenbücher waren vorhanden und übersichtlich geführt. Unstimmigkeiten
konnte man während der Prüfung klären.
Nach Abschluss der Rechnungsprüfung stellte man fest, dass es keine Beanstandungen
gab; somit konnte die Richtigkeit der Sach- und Kontenbücher bestätigt
werden.
Aus diesem Grund schlägt der Rechnungsprüfungsausschuss dem Gemeinderat
vor, die Entlastung des Bürgermeisters, dem 1. Beigeordneten sowie der Verwaltung
zu erteilen.
Die Niederschrift über die Prüfung der Jahresrechnung liegt diesem Protokoll bei.
Beschluss:
Hierzu erging einstimmiger Beschluss des Gemeinderates.
TOP 3
Regulierung eines Wintereinsatzschadens
Bei der Ausübung des Winterdienstes durch die Mitarbeiter des LSV hat sich am
11.01.2006 in der Ortslage Waldleiningen in der Lauterstraße ein Unfall ereignet.
Dabei ist das Streufahrzeug auf vereister Fahrbahn an einen abgestellten Wohnanhänger
und an ein Wohnhaus gerutscht. Der Sachschaden an dem Wohnanhänger
wird mit 6.437,40 € und der Sachschaden an dem Wohngebäude mit 6.398,06 €
beziffert.
Der Streudienst in der Ortslage Waldleiningen obliegt nach dem Landesstraßengesetz
der Gemeinde Waldleiningen, auch wenn es sich bei der Lauterstraße um eine qualifizierte,
nämlich Landesstraße handelt. Der Streudienst wird vom LSV ohne Auftrag
jedoch seit Jahren auch kostenlos für die Gemeinde Waldleiningen ausgeführt. Der
Landesbetrieb Straßen- und Verkehr Rheinland-Pfalz, Koblenz, hat deshalb die geltend
gemachten Kosten an die Ortsgemeinde Waldleiningen weitergeleitet. Eine Eigenversicherung
der Streudienst-fahrzeuge beim LSV besteht nicht.
Nach Rücksprachen mit dem Kommunalversicherer, der Bay. Versicherungskammer,
kann dieser Schaden zur Regulierung nicht übernommen werden, da kein Versicherungsschutz
für solche Schadensfälle besteht. Nach weiterer Recherche und Rücksprache
mit dem Gemeinde- und Städtebund konnte festgestellt werden, dass alle
Gemeinden die bei der Bay. Versicherungskammer kommunalversichert sind, in
solchen Schadensfällen keinen Versicherungsschutz genießen.
Die Gemeinden im Nordteil von Rheinland-Pfalz sind beim Gemeindeversicherungsverband
kommunalversichert und haben eine „Winterdienstversicherung“, die in solchen
Schadensfällen zum Tragen kommt.
Der Gemeinde- und Städtebund ist nunmehr bemüht, mit der Bay. Versicherungskammer
eine einvernehmliche Lösung für diesen Schadensfall aber auch eine Lösung
für die Zukunft und für alle betroffenen Gemeinden zu finden.
Man sei deshalb guter Hoffnung, dass der Schaden durch den Kommunalversicherer
getragen wird.
Dennoch machen die Geschädigten ihren Schaden geltend und drängen auf Zahlung
der Kosten. Durch den Rechtsanwalt der Eigentümerin des Wohngebäudes wurde
bereits ein Mahnbescheid erwirkt, so dass der unmittelbare Schadensverursacher –
das LSV – den Schaden zuzüglich Zinsen und Mahngebühren begleichen musste.
Die Kosten wurden vom LSV von der Gemeinde Waldleiningen geltend gemacht.
Das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Bay. Versicherungsverband ist derzeit nicht
abzusehen.
Beschlussvorschlag:
Die Verhandlungen mit der Bay. Versicherungskammer sollen durch den Gemeindeund
Städtebund fortgeführt werden.
Die Kostenerstattung an den LSV erfolgt zunächst aus Mittel des Winterdienstes, um
die Zinsen und Gebühren einzusparen. Da die Mittel des Haushaltsansatzes 2006 für
den Winterdienst 2005/2006 bereits aufgebraucht sind, müssen die erforderlichen Mittel
als überplanmäßige Ausgaben bereitgestellt.
Herr Moser von der CDU- Fraktion beantragte weiter, dass ein schriftlicher Hinweis
an das LSV mit folgenden Hinweis erfolgen soll:
Zu dem Unfall sei es höchstwahrscheinlich gekommen, da das Streufahrzeug nicht mit
angepasster Geschwindigkeit in den Ort eingefahren ist. Viele Bürger berichten darüber,
dass die Streufahrzeuge sehr schnell durch die Ortschaft fahren.
Es soll ein freundliches Hinweisschreiben an den LSV erfolgen, in dem darauf hingewiesen
wird, dass die Ortsgemeinde Waldleiningen den entstandenen Schaden ersetzten
wird; gleichzeitig soll darum gebeten werden, dass die Streufahrzeuge zukünftig mit
angemessener Geschwindigkeit durch den Ort fahren.
Beschluss:
Nach kurzer Beratung erging einstimmiger Beschluss des Gemeinderates.
TOP 4
Information der Umgestaltung Dorfmitte Waldleiningen
Sachverhalt:
Aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten für Linienbusse in der Ortsmitte wurde vom
Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) der Bau einer Wendeschleife angeregt.
Durch seine zentrale Lage im Ortsmittelpunkt bietet sich das Flurstück 23/5 gegenüber
der katholischen Kirche für den Bau der Buswendeschleife an.
Um die Verfügbarkeit des Grundstücks für das geplante Vorhaben sicher zu stellen wird
ein Kauf des Flurstücks durch die Ortsgemeinde notwendig.
Durch den Bau der Wendeschleife bietet sich der Ortsgemeinde im Zuge der Ortskernsanierung
die Möglichkeit, die auf dem Grundstück stehende Scheune zu sanieren
und eine Buswartehalle zu integrieren.
Durch das Ingenieurbüro Hand wurde der bauliche Zustand der Scheune bereits
untersucht und eine Kostenschätzung für die Sanierung erstellt.
Da dieser Tagesordnungspunkt nur informativ ist, konnte in der öffentlichen
Sitzung kein Beschluss zum Grundstückkauf erwirkt werden. Der Beschluss
wurde in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung unter TOP 3- Grundstücksangelegenheiten
mit aufgenommen.
TOP 5
Beratung und Beschlussfassung des 1. Nachtragshaushaltes 2006
Ortsbürgermeister Pfeifer stellte den Ratsmitgliedern den bereits vorliegenden Nachtragshaushaltsplan
im Detail vor.
Nach eingehender Diskussion und Beratung erging folgender Beschluss:
Der 1. Nachtragshaushalt 2006 wurde mit 6 Ja- Stimmen und 2 Nein- Stimmen so
beschlossen.
TOP 6
Informationen
Dorfest während der WM 2006:
Die Ortsgemeinde war mit dem Besuch des Dorffestes soweit zufrieden. Ortsbürgermeister
Pfeifer bedankt sich offiziell bei allen freiwilligen Helfer, die zum Gelingen
dieses Festes beigetragen haben.
Partnerschaftstreffen:
Auch hier sei die Veranstaltung sehr gut verlaufen und der Dank ging auch an alle
Helfer.
Kommunaler Energiecheck durch die Kreisverwaltung Kaiserslautern:
Als Objekt für den Energiecheck wurde das Bürgerhaus ausgewählt. Der Ortsbürgermeister
informiert den Gemeinderat über den nun vorliegenden Bericht, der jedem zum
durchlesen zur Verfügung stehen würde.
Als größter Energieverschwender wurden die defekten Heizungsventile genannt.
Hier wird dringend der Austausch der Ventile empfohlen. Der Vorsitzende hat bereits
eine Fachfirma zur Abgabe eines Angebotes beauftragt.
Hundekot im öffentlichen Verkehrsraum- Beschwerden der Bürger:
Da dem Orstbürgermeister diverse Beschwerden über Verschmutzungen durch Hundekot
im öffentlichen Verkehrsraum vorlagen, wurde ein allgemeiner Hinweis im Amtsblatt
veröffentlicht. Seit der Veröffentlichung des Artikels lagen keine weiteren Beschwerden
mehr vor.
Ableitung des Oberflächenwassers vom Grundstück Lyle, Stüterhof:
Hier wird mit der Baumaßnahme in der 29. Kalenderwoche begonnen.
Ende des öffentlichen Teiles: 20.45 Uhr
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