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Infos aus der Presse - 2008
Neue Bürgermeisterin auf Weihnachtsmarkt
"Die Rheinpfalz", 17. Dezember 2008
Marie Hélène Phulpin, neue Bürgermeisterin der französischen Partnergemeinde Xirocourt, war am Wochenende erstmals in der Pfalz und hat den Waldleininger Waldweihnachtsmarkt gemeinsam mit einer Delegation von Ratsmitgliedern und Angehörigen des Kulturvereins "Alex" einen Besuch abgestattet. Im Gepäck hatten die Franzosen wieder ihre Spezialitäten. Phulpin informierte sich bei einem Rundgang über die Partnergemeinde. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.294
Datum: Mittwoch, den 17. Dezember 2008
Seite: Nr.6

DIE KLEINSTEN IM KREIS (3):
Waldleiningen hat sich vom Forstarbeiterdorf zum Tourismusort entwickelt
"Die Rheinpfalz", 25 November 2008
Wald. Überall Wald. Sobald man den Ort auch nur um ein paar Schritte verlässt, steht man im Wald. Und bis zum nächsten Ort legt man erst einmal etliche Kilometer durch dichten Forst zurück. Nicht umsonst trägt das Dorf seinen Namen: Waldleiningen.
Die 419 Einwohner zählende Gemeinde südlich von Hochspeyer ist zwar "eine der kleinsten im Landkreis, hat aber das größte zusammenhängende Waldgebiet", betont Ortsbürgermeister Franz Pfeifer (SPD) stolz. Von den immerhin 2666 Hektar Gesamtfläche der Gemarkung sind 2560 Hektar Wald.
Obwohl man auch im Ort kaum um den Wald herumkommt - hier sind Wanderwegemarkierungen des Pfälzerwald-Vereins, dort aus Holz geschnitzte Waldtiere und beim Triftfest wird jedes jahr traditionell Holz auf dem Leinbach transportiert -, gibt es in dem ehemaligen Forstarbeiterdorf heute keine Forstleute mehr. Auch Landwirtschaft sucht man vergebens." In den 50er, 60er Jahren hatte jeder - oder fast jeder - irgendwelches Vieh zum Verzehr, seien es nur Hühner oder ein paar Hasen gewesen", erinnert sich der 1956 geborene Pfeifer.
[Der Forstwirtschaft, die einst den Ort prägte, hat Waldleiningen schon lange Adieu gesagt.]
Heute wird nur noch auf dem Stüterhof, einer rund sechs Kilometer südwestlich liegenden Annexe, Landwirtschaft betrieben. Und auf einer Wiese im Leinbachtal stehen rund 25 Gallowayrinder und verdingen sich als tierische Rasenmäher. Ansonsten dienen die Stalltiere im Ort - einige Pferde und Schafe - lediglich dem Hobby.
Statt von der Forstwirtschaft oder Viehzucht versucht Waldleiningen heute vom Tourismus zu leben. Viele Wanderwege und Strecken für Mountainbiker wurden angelegt. Drei Gaststätten im Ort sowie zwei auf dem Stüterhof, eine mit Fremdenzimmern, versorgten Tagestouristen und Urlauber. Leider wird auch ein kleines Dorf wie Waldleiningen vom Vandalismus nicht verschont, klagt Pfeifer: "Die an die Bäume angeschraubten Wegweiser werden immer wieder abgerissen. Auch auf dem Spielplatz wurde schon Etliches zerstört."
Robuster ist die "Weltachs''', Ziel vieler Ausflügler. Der vom Heimatdichter Paul Münch geschaffene Mythos geht auf einen topografischen Vermessungspunkt zurück, den die damalige bayerische Regierung mit einem Stab auf einem Felsstein markierte. 1964 wurde der Punkt dann als "Weltachs'" eingeweiht. Mindetens viermal jährlich wird sie in einer Zeremonie "geölt".
Doch die "Weltachsschmierung" ist nur eine von vielen Veranstaltungen im Ort. Die Waldleininger scheinen ein recht reges Völkchen zu sein: Neun Vereine zählt das Dorf, der größte, der Allgemeine Sportverein (ASV), allein rund 250 Mitglieder - also deutlich mehr als die Hälfte der Einwohner! Der Terminkalender ist gefüllt mit Ostermarkt und Maifest, Serenade und Triftfest sowie Weltachslauf, Kerwe und Weihnachtsmarkt.
Zum Weihnachtsmarkt kommt alljährlich auch Besuch aus der lothringischen Partnergemeinde Xirocourt. Die 1986 ins Leben gerufene Partnerschaft habe auf offizieller Ebene wegen des dortigen Regierungschefs für einige Jahre gestockt, sagt Pfeifer. Nach der Wahl einer neuen Bürgermeisterin habe sie nun wieder an Fahrt
aufgenommen.
Die große Zahl der Vereine schützt jedoch nicht vor dem Aussterben einzelner. Der älteste im Ort, der über 100-jährige Männergesangverein "Edelweiß", hat seinen Singbetrieb mangels Nachwuchs eingestellt. "Von den 420 Waldleiningern sind 75 über 70 jahre alt", klagt Pfeifer. Die Einwohnerzahl sei rückläufig, der Ort schon um 40 Personen geschrumpft. "Die jungen ziehen wegen des Berufes weg, wer bleibt, hat kein Geld für ein Haus", sagt der Ortschef. Dennoch hat er am Hang an der Harzofenstraße zwölf Bauplätze ausgewiesen: "Sobald wir fünf Bauwillige haben, geht es los."
[Das "neue" Schulhaus wurde nicht einmal zehn Jahre als solches genutzt.]
Zwar keine Schule mehr, aber ein großes Dorfgemeinschaftshaus hat der Ort. 1963 als neue Schule gebaut, wurde der Unterricht nach nicht einmal zehn Jahren eingestellt, die Kinder gehen heute nach Hochspeyer oder Kaiserslautern. Nach einigen Jahren Leerstand wurde das Gebäude 1983/84 zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Heute beherbergt es eine Sporthalle, Kegelbahn und Gaststätte. Im Obergeschoss zwei Säle, das Bürgermeisterzimmer und die Gemeindebücherei.
In der alten Schule sind heute ein Jugendraum mit Internet-Café - der Ort ist übers TV-Kabelnetz gut mit DSL erschlossen - und ein Nachbarschaftsladen untergebracht. Eine Bäckerei aus Elmstein versorgt die Waldleininger seit drei jahren mit Backwaren sowie Grundnahrungsmitteln, sogar am Sonntag.
Nach dem Brötchenkauf geht es dann entweder in eine der beiden Kirchen - Waldleinigen gönnt sich seit über 50 jahren eine für jede Konfession - oder auf den über einen Kilometer entfernten Sportplatz. 250.000 Euro hat der Bürgermeister, nicht immer ohne Bauchgrummeln, in die Hand genommen, um ihn zu sanieren und einen Anbau zu errichten. Endlich haben die Spieler Umkleiden, Duschen und Toiletten, Strom kommt bald nicht mehr vom Aggregat.
Ein neuer Treffpunkt mitten im Ort - AnlaufsteIle für Wanderer und "Mountain-Biker" - soll für insgesamt 300.000 Euro die Alte Scheune werden. Der Zuschussantrag aus dem Dorferneuerungsprogramm ist gestellt; sobald das Geld fließt, soll an den Wochenenden eine Gastronomie einziehen, ein kleines Museum zur Erinnerung ans Forstarbeiterdorf entstehen sowie der alte Backofen hergerichtet werden. Eine Buswendeschleife vor der Scheune ist bereits genehmigt und soll nächstes Jahr gebaut werden. Die Busverbindungen nach Kaiserslautern und Hochspeyer findet Pfeifer "ganz okay", am Abend und Wochenende wird es jedoch auch hier ohne Auto schwierig.
Ein wesentlich größeres Hindernis bei der Freizeitgestaltung ist das Handy-Funkloch, das sich über den gesamten Ort erstreckt. Da wird es einem wieder bewusst: In Waldleiningen steht man mitten im Wald.
DATEN UND FAKTEN
Fast zweieinhalb Jahrhunderte vor der Gründung Waldleiningens entstand 1533 das "Leinhaus" an der Nordgrenze der Gemeinschaft Falkenburg. Der spätere "Leinhof' wurde im
18. Jahrhundert von Forstpersonal genutzt, das die in den Tälern wohnenden Familien
dann auf dem Hof zusammensiedelte. 1785 gründete Karl Friedrich Wilhelm, Fürst von Leiningen, den Ort. 1818 kam die Annexe Stüterhof dazu. Die Bevölkerung, die heute zur Arbeit pendelt, ist rückläufig; am 30. Juni 2008 waren es 419 Einwohner. Im Gemeinderat sitzen neben Ortsbürgermeister Franz pfeifer (SPD) fünf SPD und drei CDU-Mitglieder. (Gundula Zilm)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.275
Datum: Dienstag, den 25. November 2008
Seite: Nr.8

Eingekreist: Kommunalwahlen - Spannung
"Die Rheinpfalz", 22. November 2008
Wahlen sind dann spannend, wenn das Ergebnis nicht feststeht, wenn tatsächlich Alternativen vorhanden sind. Für die ehrenamtliche Politik bedeutet das: Vor Wahlen müssen sich genügend Frauen und Männer finden, die zum politischen Engagement bereit sind. Das ist schnell hingesagt, bedeutet aber in der Praxis viel Überzeugungsarbeit. Und wie alle Vereine leiden auch die politischen Parteien zunehmend unter der mangelnden Bereitschaft der Bürger, sich einzubringen. Noch dazu ist politisches Engagement nur selten ein Intermezzo im Lebenslauf. Davon können jene ein Lied singen, die schon seit Jahrzehnten eine feste Größte in der Politik ihrer Gemeinde sind. Dass sie 2009 nicht mehr kandieren, reißt Lücken auf. Macht ab die Wahlen um so spannender. (dre)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.273
Datum: Samstag, den 22. November 2008
Seite: Nr.9

Trotz Brunnen wird Wasser gekauft
"Die Rheinpfalz", 18. September 2008
Bürgermeister Walter Rung erläutert den hohen Trinkwasserpreis in der VG
In der jüngsten Ratssitzung in
Waldleiningen informierte Verbandsbürgermeister
Walter Rung (CDU),
dass die Klagen über den hohen Wasserpreis
in der VG über den Bürgerbeauftragten
zum Petitionsausschuss gelangt
seien (die RHEINPFALZ berichtete
am 10. September). Das Gremium
habe der Verbandsgemeinde einen
korrekten Abrechnungs- und Kalkulationsmodus
bescheinigt, wobei
Rung zugab, "dass der Preis hoch ist".
Im RHEINPFALZ-Gespräch erklärte
er den hohen Preisunterschied.
Der Wasserpreis pro Kubikmeter beträgt
in der VG 2,28 Euro, der Preis
für Abwasser 3,12 Euro. Zum Vergleich:
Wesentlich billiger ist das Wasser
in der VG Enkenbach-Alsenborn
mit 1,15 Euro pro Kubikmeter Wasser
und 2,40 Euro für das Abwasser. In
der VG Landstuhl sind 1.93 Euro pro
Kubikmeter Wasser und 2,07 für das
Abwasser veranschlagt.
Rungs Erklärung: "Wir beziehen unser
Wasser seit zwölf Jahren aus Kaiserslautern.
Das ist eine uralte Geschichte." Sein Vorgänger im Amt, Peter Niederberger (SPD), habe vor
zwölf Jahren einen "Vollbezugsvertrag" mit den Technischen Werken
Kaiserslautern (TWK) abgeschlossen,
der eine Laufzeit von 30 Jahren habe.
Das heißt: Noch 18 Jahre lang bezieht
die VG ihr Wasser aus Kaiserslautern,
obwohl es in der VG eigene Brunnen
gibt.
"Damals waren die Verantwortlichen
der Meinung, die eigenenen Wasservorräte
würden nicht ausreichen -
dabei würden die Brunnen genug Wasser liefern", berichtet Rung. Falsch
Zahlen seien der Grund für diese Annahme
gewesen, was in den vergangenen
Jahren mehrfach in Räten und im
Werksausschuss der VG Thema gewesen
sei. Die Brunnen würden gepflegt,
dürften wegen des Vollbezugsvertrags
mit der TWK aber nicht genutzt werden.
Kosten der TWK für die Leitungen
würden unter anderem zu den hohen
Preisen führen. Er habe bereits versucht,
aus dem Vertrag mit der TWK
herauszukommen, was aber nicht
möglich sei. (unn)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.219
Datum: Donnerstag, den 18. September 2008
Seite: Nr.4

Stiftung stiftet TU-Begegnungsstätte
"Die Rheinpfalz", 30. Januar 2008
1,25 Millionen Euro für die Villa Denis in Frankenstein gezahlt - Option für benachbartes Gästehaus
Die Stiftung für die Technische Universität Kaiserslautern hat gestern die Pläne für die Nutzung der Villa Denis in Frankentein·Diemerstein vorgestellt. Wie bereits berichtet, hat die vor anderthalb Jahren gegrün· dete Stiftung den im bayerischen Klassizismus errichteten Bau erworben.
Die Stiftung für die Technische Universität Kaiserslautern hat gestern die Pläne für die Nutzung der Villa Denis in Frankentein·Diemerstein vorgestellt. Wie bereits berichtet, hat die vor anderthalb Jahren gegrün· dete Stiftung den im bayerischen Klassizismus errichteten Bau erworben.
Mit dem Erwerb der unter Denkmalschutz stehenden Villa im Diemersteiner Tal verfügt die Hochschule nunmehr über repräsentative Räume für Tagungen und Begegnungen. Die Stiftung selbst verfolgt die Absicht, die Räume für Konzerte, Soireen und Vorträge zu nutzen und sie auch an Interessenten für Veranstaltungen zu vermieten. Die Landesstiftung Villa Musica hat angekündigt, die Villa Denis als Konzertstätte nutzen zu wollen.
1,25 Millionen Euro hat die TU-Stiftung für die von 1845 bis 1849 von Paul von Denis, dem Eisenbahnpionier, gebaute und zuletzt im Privatbesitz befindliche Villa gezahlt. Der Mitvorstand der Stiftung, der Rockenhauser Unternehmer Ulrich Putsch, sprach von einem Betrag, der deutlich geringer sei als der Substanzwert, um einiges höher indes als der Ertragswert. Putsch würdigte den Präsidenten der Technischen Universität Kaiserslautern, Professor Helmut Schmidt, als den Vater der Idee, die repräsentativen Räume der Villa als Begegnungsstätte der Hochschule zu nutzen.
Offen ließ der Mitvorstand der Stiftung die Frage, ob die TU-Stiftung von dem bisherigen Eigentümer der Villa, Andreas Knappe, eines Tages auch das benachbarte Gästehaus erwerben. wird. Er verwies auf eine mit dem Eigentümer vereinbarte Option, die dies möglich machen würde. Der Erwerb des Gästehauses hänge davon ab, ob die Stiftung dafür eine sinnvolle, rentable Nutzung finden werde.
Der Mainzer Kultur-Staatssekretär Joachim HofinannGöttig sprach die Anerkennung des Landes für das Engagement der TU-Stiftung aus. Er verwies auf die Bedeutung, ein solches Projekt in der heutigen Zeit knapper Kassen realisieren zu können. Er dankte Ideengeber und Geldgebern dafür. Im Engagement der Stifter sah er ein Zeichen einer großen Identifikation mit der Tätigkeit der Hochschule. Eine bedeutende Immobilie, die von Fachleuten in einem Atemzug mit der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben genannt werde, werde damit überdies einer neuen, dauerhaften Nutzung zugeführt.
Als Vorstandsvorsitzender der Landesstiftung Villa Musica kündigte Hofmann-Göttig an, in der Spielzeit 2008/2009 insgesamt drei Kammerkonzerte in der renommierten Reihe "Musik in Burgen und Schlössern" im Rittersaal der Villa veranstalten zu wollen. Er sah darin einen Probelauf, "mit der Perspektive der Verstetigung".
TU-Präsident Schmidt betonte, dass das Vermögen der TU-Stiftung mit dem Kauf der Villa Denis 1,5 Millionen Euro überschritten habe. Er hielt eine weitere Steigerung des Vermögens auf über zwei Millionen Euro bis zum 2. Jubiläum der Stiftung in diesem Juli für gut möglich. Die Stiftung war mit Kapital von 185.000 Euro gestartet. Der Kauf der Villa wurde durch weitere Zustiftungen möglich. Die Stiftung vereint renommierte Unternehmer und Unternehmen aus der Region Kaiserslautern.
Als neuer Stifter präsentierte sich gestern der Bezirksverband Pfalz mit einem Engagement in Höhe von 160.000 Euro. Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder erinnerte dabei daran, dass Paul von Denis dem so genannten Landrat angehört habe, einem Vorläufer des Bezirksverbands.
Der Frankensteiner Ortsbürgermeister Manfred Petry sprach von einem besonderen Ereignis im Zuge des 2001 vom Gemeinderat beschlossenen Entwicklungskonzepts Diemersteiner Tal. Er informierte über die Bereitschaft des Vereins Evangelische Heime, die Liegenschaften in der Nachbarschaft der Villa Denis kostenfrei in das Eigentum der Gemeinde übertragen zu wollen. (rdz)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.25
Datum: Mittwoch, den 30. Januar 2008
Seite: Nr.1
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Zuletzt am
19.02.2009
aktualisiert.

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